Mikroorganismen im Darm

Immer wieder mal werden Debatten, über zu viel Antibiotikavergabe gestartet. Die Debatten werden jedes Mal lauter. Übermäßige Antibiotikavergabe von Ärzten, Antibiotika im Essen, usw. Das Problem sind die Resistenzen, die sich daraus bilden. Ein kleiner Überblick.

Immunität durch Antibiotika

Ein Bakterium wird mit der Zeit immun gegen Antibiotika, das heißt es bildet ein Schutzmechanismus, damit AB nicht mehr andocken kann. Das passiert vor allem dann, wenn Bakterienstämme nach der Antibiotikavergabe überleben und Zeit haben sich anzupassen. Gefährlich kann es dann werden, wenn diese Bakterien gefährliche, sogenannte pathogene Bakterien sind.

Medikamentencocktail
Medikamentencocktail

Zusammenleben mit unseren kleinen Helfern

Dabei ist es ganz normal, dass wir mit Mikroorganismen zusammenleben. Unser Darm wird von Milliarden Bakterien besiedelt, daneben sind auch Viren, Enzyme oder Pilze. Viele Bakterien und Enzyme, helfen uns bei der Verdauung, Aufbau des Immunsystems, uvm. Dabei sollten 85% der Bakterien im Darm gute sein und nur 15% potenziell krankheitserregend. Jeder kleine Mikroorganismus kämpft also um sein überleben, wie der ständige Krieg zwischen Jedi und die dunkle Seite der Macht.

 

Da wundert es nicht, dass viele nach der AB Einnahme Darmprobleme haben. Denn AB kann die Darmflora schädigen, indem es alle besiedelten Bakterien angreift - auch die guten.

 

Natürlicher Aufbau der Darmflora

Um die Darmflora unterstützend wieder aufzubauen, benötigen wir z.B. fermentiertes Gemüse. Beispielsweise Sauerkraut, Zwiebeln oder Karotten. Das kann jeder selbst machen. Rezepte gibt es dazu im Internet.

Bakterien gibt es überall, Gute wie auch Schlechte für den Menschen.  © Tibor Jago
Bakterien gibt es überall, Gute wie auch Schlechte für den Menschen. © Tibor Jago

Alternative zu Antibiotika

Alternativen sind Bakteriophagen, welche aber z. B. noch nicht in Deutschland oder Amerika freigegeben sind. Grund sind die unzureichenden Forschungen in dem Bereich. Zumindestens aus Sicht der Länder. 


Der Vorteil von Bakteriophagen wäre unter anderem, dass hier nur bestimmte Bakterienstämme zerstört werden können. Sie sind also Spezialisten. Dazu müssen aber die pathogenen Bakterien genau bekannt sein. Ein häufiger Bakterienstamm der oft Probleme verursacht, ist der Staphylococcus aureus.


In der Käseverarbeitung wird beispielsweise Salz als Bakterien Wachstumshemmer verwendet. Allerdings kommt es immer auf den Mikroorganismus an, manche können in bestimmten Milieus besser überleben als andere.

Zusammenfassung

Wir sehen also, dass wir unsere Darmflora durch ausgewogenes Essen schützen müssen. Denn hier liegt ein Großteil unseres Immunsystems, also der Schutzwall vor gefährlichen Erregern. Sollte jemand aus diversen Gründen AB zu sich nehmen, sollte die Darmflora mit fermentiertem Gemüse oder Probiotika unterstützend wieder aufgebaut werden.

 

Vermutlich starte ich eine Leinwandserie zum Mikrokosmus. Alle meine Acrylbilder auf Leinwand findet ihr hier.

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