Wer möchte nicht Autor werden?

Der Prozess

Jeder der ein Buch schreibt und veröffentlicht, kann sich Autor nennen. Doch bis es dazu kommt, ist es ein weiter Weg. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass Schreiben aus einer langen Lernkurve besteht. Manche müssen mehr dazu lernen, manche weniger. Um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, habe ich ein paar Punkte zusammengeschrieben. Meiner Meinung nach setzt sich der Bearbeitungsprozess aus folgenden Punkten zusammen:

 

1) Der feste Wille ein Buch schreiben zu wollen

2) Die Idee/Konzeptausarbeitung

3) Das Schreiben

4) Die eigene Überarbeitung

5) Lektorat (wenn möglich)

6) Rechtschreibung

7) Buchgestaltung

8) Veröffentlichung (mit oder ohne Verlag)

9) Marketing

 

Der Markt

Der Buchmarkt ist gewaltig und als 1999 eines der ersten Lesegeräte für E-Books erschien, wurde das Angebot nochmals erweitert. Sollten Sie sich also Sorgen machen, dass Ihr Buch nicht genug Leser finden könnte, muss ich Sie einerseits leider enttäuschen: Es gibt genug! Andererseits wird ein sehr gutes qualitatives Werk vorausgesetzt, denn hier ist der stark umkämpfte Markt hart wie Granit! Ohne Verlag müssen Sie zudem ebensoviel Zeit in Marketing investieren, mit Verlag kann es durchaus nicht Schaden auch selbst aktiv zu werden.

Prognostizierter Umsatz im Buchmarkt in Deutschland im Jahre 2014
Prognostizierter Umsatz im Buchmarkt in Deutschland im Jahre 2014

Empfehlungen sinnvoll?

Jeder lässt individuelle Punkte einfließen, die zum Erfolg führen. Fragen wie "Wann überlege ich mir einen Buchtitel?", "Schreibe ich ein Konzept?" oder "Wie oft muss ich das Buch Korrekturlesen?" geben eine Richtung vor, sind jedoch erstmal nicht so von Bedeutung. Natürlich gibt es Leitlinien und Empfehlungen für angehende Autoren, allerdings sollte jeder für sich persönlich entscheiden wie sinnvoll das für das eigene Buch ist. Für mich persönlich ist es sehr schwierig ohne ausgearbeitetes Konzept ein Buch zu schreiben! Für manche kann das sogar die bessere Methode sein, denn der Vorteil dabei ist: Sie schreiben, sie sind aktiv.

 

Die Planung

Die eigenen Überlegungen, wie Sie es am besten bewerkstelligen ein Buch zu schreiben, können am Anfang sehr blockieren. Deshalb bietet es sich an, zuerst einige Kurzgeschichten zu schreiben oder als Kinderbuchautor seine ersten Bilder zu skizzieren. Hier merken Sie ganz schnell, was Ihnen liegt und was nicht. Und das Beste: Es ist keine verlorene Zeit, immerhin können Sie bereits den ersten Durchbruch einer abgeschlossenen Kurzgeschichte verzeichnen. Außerdem können Sie so nach und nach ihren eigenen Schreib- oder Zeichenstil entwickeln und andere Leute können ihnen Feedback geben. Sollte es dann zu einem richtigen Roman, Kurzroman oder Kinderbuch kommen, welche sie dann veröffentlichen möchten, haben Sie so mehr Ressourcen für Ihre Geschichte. Einfach aus dem Grund, weil Sie schon Erfahrung haben und sich über weniger Gedanken machen müssen.

Gerade der Anfang ist schwer, deshalb sollte im Zweifelsfall einfach drauf los geschrieben werden.
Gerade der Anfang ist schwer, deshalb sollte im Zweifelsfall einfach drauf los geschrieben werden.

Dabei bleiben

Wenn Sie erst einmal angefangen haben, ist der erste große Schritt schon getan. Sie haben gezeigt, dass Sie es einigermaßen ernst meinen. Jetzt heißt es: Dabei bleiben. Doch wie schaffen Sie das? Stellen Sie sich die Frage, was Sie zum Schreiben oder Gestalten motiviert. Einen Anreiz, der Sie dazu verleitet zu sagen "Jetzt schreibe ich weiter!". Der wohl beste Anreiz für die meißten dabei Spaß zu haben ist schlichtweg, dass es ein Hobby ist und keine Arbeit die sie jetzt erledigen " müssten". Bei manchen Menschen ist das vielleicht weniger oder stärker ausgeprägt. Da gilt es dann nachzuhelfen. Gibt es ein bestimmtes Thema das Sie brennend interessiert? Eine bestimmte Fantasie, die durch ihren Kopf geistert? Der Gedanke ein eigenes Buch in den Händen zu halten? Finden Sie es heraus und halten Sie sich ihre wichtigen Punkte bzw. Anreize immer vor Augen. Und wenn Sie sagen "Ich könnte doch jetzt noch das und das tun, ich habe keine Zeit", dann denken Sie einfach: "Was würde ich sonst tun?" Was ist so wichtig, dass Sie ihrem "Hobby" nicht nachgehen können? Ist es wirklich so wichtig? Nach dem ersten Buch oder Kurzgeschichte können Sie besser darüber urteilen, ob es die ganze Sache für Sie Wert war oder nicht. Aber: Tun Sie es einfach und denken Sie nicht zu viel nach!

 

Fazit

Wenn Sie sich einmal dafür entschieden haben ein Buch zu schreiben, sollten Sie es auch zu Ende bringen. Werden Sie sich im besten Fall vorher darüber klar, ob Sie Energie und Zeit hinein investieren wollen und wenn ja, dann bleiben Sie dabei. Wenn Sie es nicht wissen, schreiben Sie etwas kleines, dann wissen Sie es ganz bestimmt. Ob Sie jetzt einen Monat dafür brauchen oder zwei Jahre, ist dabei völlig egal.

Am Anfang ist eine Kurzgeschichte mit maximal zehn DINA4-Seiten, die allerbeste Möglichkeit um das herauszufinden. Und lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn die erste Geschichte vielleicht nicht so gelungen ist und sie mehrmals auf Grund des Feedbacks überarbeiten müssen. Sie werden mit jedem Satz den sie schreiben besser!

 

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